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Robert Ramaja im Interview
Hi Robert
Hallo!
Wie lange bist du jetzt schon bei BOPP?
Am 1. März 2008 habe ich begonnen, also schon 18 Jahre.
18 Jahre – wow, Glückwunsch!
Wie bist du eigentlich damals zu uns gekommen?
Eigentlich war das noch viel früher - mit 14 Jahren als Ferienjob. Mein Onkel hat mich dazu gebracht. Das Team war super und die Stimmung noch viel besser. Es wurde viel gelacht und als Jüngster im Team haben mir die Leute immer den Kaffee bezahlt. Etliche Personen sind noch heute dabei. Meine Ausbildung habe ich aber als Karosseriespengler gemacht und mit BOPP erstmal nichts mehr zu tun gehabt. Später wollte ich meine eigene Autowerkstatt eröffnen. Bis unser Leiter Sinterei, Sedat Kazazi, zu dem ich einen engen Bezug hatte, und der damalige Betriebsleiter mich angerufen - und mir einen Job angeboten haben. Nach all den guten Erinnerungen und da mein Onkel weiter so positiv von BOPP geschwärmt hat, war für mich klar, ich gehe zu BOPP.
Was sind konkret deine Aufgaben?
Schweissen, schneiden, drehen - aber im Grunde genommen alles, was anfällt in der Konfektion. Über die Zeit durfte ich immer mehr Verantwortung übernehmen und bilde heute unsere neuen Mitarbeiter in der Produktion aus. Das gefällt mir sehr.
Was unterscheidet das Schweissen von Gewebe von anderen Stoffen?
Das Schweissen ist hier etwas komplett anderes und wird so nirgends sonst gemacht. Die Präzision ist auf einem ganz anderen Level. Wir hatten eine Zeit lang etliche temporäre Mitarbeiter, die nicht nachvollziehen konnten, was wir hier machen.
Was war dein Highlight in der Zeit bei BOPP?
Jeder Tag ist tiptop. Ich bin glücklich hier. Aber wenn ich etwas nennen müsste, wäre es die Zeit mit der «alten Generation», die ich von meinen Anfängen kenne und heute in Rente ist. Ich freue mich immer, wenn sie mal vorbeischauen.
Du hast den grossen Wandel unserer Konfektion mitgemacht. Wie hast du das erlebt?
Sehr positiv. Anfänglich waren wir 6-7 Leute, heute Dutzende. Die Firma hat sich stark weiterentwickelt und geniesst einen guten Ruf. 2008 als ich zu BOPP kam, wurde gerade der Neubau in Zürich fertig. Es macht mich schon emotional, wenn ich Dinge im Unternehmen sehe, die ich mitgestalten durfte. Aber die Entwicklung ist nicht am Ende. Ich sehe BOPP kräftig weiterwachsen.
Du sagtest mir im Vorfeld des Interviews, BOPP sei wie eine Familie für dich. Was verbindet dich so mit BOPP?
Ziemlich viel! Ich war wie gesagt noch so jung, als ich das erste Mal zum Team stiess. Geprägt hat mich mein Mentor Oski M. (Name gekürzt). Er hat mich wie seinen eigenen Sohn behandelt und mich zur Perfektion getrieben. Auch wenn etwas schon okay war, liess er es mich noch drei Mal machen, bis es perfekt war.
Heute ist es für mich der Zusammenhalt. Ich identifiziere mich so mit der Firma, dass es mir manchmal schwerfällt, die Arbeit ruhen zu lassen – zum Beispiel, wenn ich in den Urlaub fahre. Ich fühle mich als Teil davon und bringe mich gerne ein mit Ideen. Man hört mir hier zu und Ideen werden auch umgesetzt. Das motiviert mich. Ausserdem kann ich hier sein, wie ich bin, nämlich zu allen gleich, egal ob Auszubildende oder Geschäftsleitungsmitglied.
Robert kennt man nur gut gelaunt. Wie machst du das?
Wieso soll ich schlecht gelaunt sein (lacht)? Auch wenn ich einen schweren Start ins Leben hatte. Meine Mutter ist früh verstorben und mein Vater erkrankt. Für mich hatte die Familie immer oberste Priorität. Unter diesen Umständen musste ich früh Verantwortung übernehmen – hatte phasenweise zwei Jobs. Über Mittag bin ich nach Hause gehetzt, um meinen Brüder Mittagessen zuzubereiten.
Meine Hauptmotivation war es stets meine Eltern stolz zu machen, indem ich fleissig bin und mich um die Familie kümmere. Ich bin zufrieden, wo ich heute stehe und habe vieles erfüllt, was ich mir vorgenommen habe.
Was ist deine grosse Leidenschaft?
Die haben sich über die Zeit gewandelt. Früher waren es vor allem Autos. Ich wollte ja sogar eine eigene Werkstatt eröffnen. Stattdessen habe ich als Nebenjob Autos gekauft, aufbereitet, repariert und teurer wieder verkauft. Das hatte den schönen Nebeneffekt, dass ich das eine oder andere exotische Auto fahren konnte.
Du hattest gefühlt alle zwei Wochen ein anderes…
Ja fast (lacht). Mir gefällts noch immer, aber heute habe ich andere Prioritäten wie meine Familie, meinen Garten und das Reisen.
Vita:
Robert Ramaja ist 38 Jahre alt, verheiratet, hat 3 Kinder, zwei Jungs und ein Mädchen. Er wohnt in Hausen im Aargau. Seine beiden Brüder haben auch je ein bzw. zwei Jahre bei BOPP gearbeitet.